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  May, Ernst
  27.7.1886 geb. in Frankfurt a.M.
ab 1908 Studium am University College in London
1910-12 Einführung in die städtebauliche Praxis bei Raymond Unwin, London
1908-10 Studium an der TH Darmstadt
bis 1912 Studium bei Fr. Thiersch und Th. Fischer an der TH München
Studium bei Berlepsch-Valendas in Planegg bei München
1910-12 Mitarbeit im Londoner Stadtplanungsbüro von Raymond Unwin, während des Studiums
ab 1913 freischaffender Architekt in Frankfurt
1919-25 Technischer Leiter der schlesischen Landgesellschaft in Breslau, Leiter der schlesischen Siedlungsgesellschaften in Breslau
ab 1921Technischer Direktor der Gemeinnützigen Siedungsgesellschaft Schlesisches Heim
ab 1923 Leiter der zentralen Stelle für schlesische Flüchtlingsfürsorge, Breslau
1925-30 Stadtbaurat in Frankfurt a. M., Dezernent des Hochbau- und Siedlungsamtes der Stadt Frankfurt a. M. (Leiter des Hochbauamtes)
ab 1926 Herausgeber der Zeitschrift "Das Neue Frankfurt", Mitglied der Architektenvereinigung "Der Ring"
1927-29 Siedlung Praunheim in Frankfurt
1927-28 Siedlung Römerstadt in Frankfurt
1928 Mitglied der CIAM
1929 Organisation des CIAM-Kongresses in Frankfurt/Main unter dem Motto: "Die Wohnung für das Existenzminimum"
1930-34 als Leiter der Gruppe May (21 Mitarbeiter, größtenteils aus seinem Frankfurter Planungsbüro) in der Sowjetunion, Städtische Großplanungen in der UdSSR, Generalplan für Moskau, Vorträge und Ausbildung russischer Studenten
1934-37 Emigration, als Farmer und Architekt in Tanganjika und Daressalam/ Ostafrika
1937-53 als Architekt und Städtebauer in Nairobi/ Kenia, Kampala/ Uganda
1942-45 Internierung
1952 Abreise aus Afrika
ab 1954 als Stadtplaner am Wiederaufbau der Bundesrepublik Deutschland beteiligt
1954-57 Leitung der Planungsabteilung der gemeinnützigen Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft "Neue Heimat" in Hamburg-Barmbek
1954-61 Leiter der Planungsabteilung "Neue Heimat"
ab 1957 Professor an der TH Darmstadt
1957-70 freier Architekt und Städtebauer in Hamburg
1961 Planungsbeauftragter für die Stadt Wiesbaden, nebenher übernahm er die Generalplanung in Bremerhaven (1959) und Mainz (1957)
11.09.1970 gest. in Hamburg

nach:
Vollmer, Hans: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des 20. Jahrhunderts, Leipzig 1956.

Schneider, Romana; Nerdinger, Winfried; Wang, Wilfried (Hrsg.): Architektur im 20. Jahrhundert. Deutschland, München 2000, S. 381.

Pevsner, Nikolaus; Honour, Hugh; Fleming, John (Hrsg.): Lexikon der Weltarchitektur, 3. aktualisierte u. erw. Aufl., München 1992.

Buekschmitt, Justus: Ernst May. Bauten und Planungen. Band 1, Stuttgart 1963.

Gösel, Peter; Leuthäuser, Gabriele: Architektur des 20. Jahrhunderts, Köln 1990.

Platz, Gustav Adolf: Die Baukunst der neuesten Zeit, Nachdruck der 2. Aufl. v. 1930, Berlin 2000.

Durth, Werner; Gutschow, Niels: Träume in Trümmern. Planungen zum Wiederaufbau zerstörter Städte im Westen Deutschlands 1940-1950, Braunschweig/Wiesbaden 1988.

  Wohnsiedlung Duisdorf  
Margarethenhöhe, Erweiterung